Region Zimmerberg (ZH)

Altersarbeit vom Wohnen bis zur ärztlichen Versorgung

Um die ältere Bevölkerung umfassend zu unterstützen, führen Akteure in der Region Zimmerberg am Zürichsee mehrere Ebenen der Altersarbeit zusammen – von der Siedlungs- und Wohnassistenz im Quartier bis zur Altersmedizin in der Region.

Das Durchschnittsalter in der Region Zimmerberg am linken Zürichsee-Ufer mit ihren zwölf Gemeinden ist schon heute überdurchschnittlich hoch. Mit dem demografischen Wandel wird die Zahl der Älteren in den nächsten 25 Jahren noch zunehmen, wie die kantonalen Statistiker errechnet haben. Um auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein, spannen verschiedene professionelle Anbieter der Altersarbeit zusammen und beziehen dabei auch zivilgesellschaftliche Akteure ein. Die so oft geforderte integrierte Versorgung soll nicht mehr zufällig erfolgen, sondern als Versorgungskette gefestigt werden. Ansätze dazu sind in der Region mit ihren rund 121'000 Einwohnerinnen und Einwohnern schon vorhanden. Im Projekt arbeiten denn auch zwei medizinische Institutionen – das alterspsychiatrische Ambulatorium Zimmerberg mit Memory-Klinik sowie das Kompetenzzentrum Akutgeriatrie des See-Spitals – und die Abteilung Alter und Gesundheit der Gemeinde Horgen zusammen.

Die Führung des Projekts mit dem Titel «Altersarbeit umfassend gedacht» obliegt gemeinsam dem Leiter der Horgener Abteilung Alter und Gesundheit und dem Leiter der Akutgeriatrie des See-Spitals. Das Projekt soll dem strategischen Ziel «ambulant vor stationär» noch stärker Nachdruck verleihen. Es sieht Massnahmen für drei Ebenen vor: das Quartier, die Gemeinde und die Region. Unterschiedliche Bereiche werden in die Vernetzung eingebunden, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Nachbarschaftshilfe, der Spitex, der Langzeitpflege, der Akutmedizin und der Alterspsychiatrie sowie Alterspolitikerinnen und -politiker aus den Regionsgemeinden.

Regionale Plattform geplant

Das Projekt zielt darauf ab, die medizinisch-pflegerische Versorgung mit der sozialen zu verbinden. Die Übergänge zwischen Spital, ambulanter und stationärer Pflege sollen koordiniert werden. Geplant ist, die Zusammenarbeit aller Beteiligten auszubauen, inklusive Hausärzte. Grosses Gewicht erhält die soziale und alltagspraktische Unterstützung. Die älteren Bewohnerinnen und Bewohner der Region sollen die Hilfestellung erhalten, die sie brauchen, um selbstbestimmt zuhause zu wohnen. Auch die Teilhabe am Quartierleben wird gefördert. Ins Projekt einbezogen ist daher das Team der aufsuchenden Siedlungs- und Wohnassistenz, die die Gemeinde Horgen 2014 eingeführt hat. Die Assistenz ist primär auf Quartierebene tätig. Auf Gemeindeebene sieht das Projekt unter anderem eine Evaluation der Versorgungsstruktur vor. In der Region soll eine Plattform errichtet werden, die alle Akteure im Altersbereich zusammenbringt und Planungsgrundlagen schafft. Zudem ist beabsichtigt, ein ambulantes altersmedizinisches Angebot für die ganze Region aufzubauen.

Kontakt:
Karl Conte, Abteilung Alter und Gesundheit Horgen, 044 725 95 55, karl.conte@horgen.ch
Michael Jäger, Dr. med., Akutgeriatrie See Spital, 079 129 94 56, michael.jaeger@me.com